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Landschaftsformungen und Veränderungsprozesse

Märkische Schweiz

 

Feldsteinroute

 

Kalksteinabbau Rüdersdorf

 

Die känozoische Eiszeit führte vor 2,5 Mio. Jahren zur Vergletscherung von weiten Teilen Nordeuropas. Auch die abwechslungsreiche Landschaft des Geolandes Oder-Spree ist durch die känozoische Eiszeit geprägt, deren Hinterlassenschaften wie Ablagerungen aber auch Seen, Täler und Hügel bis heute deutlich sichtbar sind. Die Landschaften des Geolandes Oder-Spree bieten ein hautnahes Naturerlebnis mit zahlreichen Rad- und Wanderwegen: Dem Thema Eiszeit widmet sich beispielsweise die Radtour Spuren der Eiszeit oder auch der Wanderweg Eiszeitweg. Toteisseen, Endmoränen, Rinnenseen, Grundmoränen und ein Urstromtal können hier bewundert werden.

 

Ist man in dem markanten Endmoränenzug der Rauener Berge zwischen Bad Saarow und Fürstenwalde, kann man hier beispielsweise dem Eiszeitweg folgen. Hier ist ein Abstecher zu einem der wenigen Aussichttürme in der Region empfehlenswert. Von oben betrachtet sind die Spuren der Eiszeit besonders deutlich zu erkennen.  Wissenswertes zum Thema Eiszeit können Sie aber auch beim Besuch des Eiszeitgartens Buckow, des Findlingshofs Strausberg  oder in den Besucherzentren des Naturparks Dahme-Heideseen und des Naturparks Märkische Schweiz erfahren. Empfehlenswert ist der Besuch des Eiszeitmobils oder eine Veranstaltung mit dieser interessanten mobilen Ausstellung.

 

Nach der känozoischen Eiszeit (derzeitige Eiszeit) bildeten sich  neue Landschaften und Gewässersysteme. Die bedeutendste Wasserscheide Norddeutschlands zwischen Nord- und Ostsee findet sich im Seenland Oder-Spree. Über eine Talwasserscheide entwässert das Rote Luch, eine etwa 11 Kilometer lange Niederung, nach Südwesten über Stöbberbach und Löcknitz in die Spree und damit in die Nordsee. Das Rote Luch entwässert aber auch über die 27 Kilometer lange Stöbber über den Friedländer Strom nach Nordosten in die Alte Oder und damit in die Ostsee.

 

Ab dem Holozän, einer Warmzeit und damit der aktuellen Nacheiszeit, die vor 11.700 Jahren begann und bis heute andauert, hat der Mensch die Landschaft weiter verändert, besonders durch Waldrodungen, Entwässerungen, dem Bau von Wasserwegen, dem Abbau von Rohstoffen und durch die intensive Landwirtschaft. Folgt man den Wanderwegen wie dem Natura Trail und der Naturparkroute durch die Märkische Schweiz, kann man glaziale, postglaziale (nacheiszeitliche) sowie durch Menschen verursachte Landschaftsphänome erkennen: So sind Schwemmfächer und Rummeln durch eine intensive Rodung von Wäldern im Mittelalter entstanden. Starke Bodenerosion an Hanglagen und die Bildung von Schwemmfächern am Fuße von Hängen waren negative Folgen für Landschaft und Mensch.