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Das Geoland Oder-Spree

Das Geoland Oder-Spree befindet sich im Osten Brandenburgs und vereint die beiden Landkreise Märkisch Oderland und Oder-Spree. Das Geoland Oder-Spree ist vorwiegend durch die Weichsel-Eiszeit geprägt. Es finden sich aber auch Spuren der älteren Saale-Kaltzeit. Lokal sind Ablagerungen aus Tertiär und Trias aufgeschlossen, insbesondere Muschelkalk.

 

Das Geoland Oder-Spree ist hinsichtlich seiner geologischen Attraktionen ein Land der Superlativen. Hier kann man die höchste Binnendüne Brandenburgs bewundern. Wer dem Storkower Binnendünenweg folgt, kann diesen einmaligen Lebensraum selbst erleben. Norddeutschlands größter Landfindling kann im Geoland Oder-Spree bestaunt und erklommen werden. In den Rauener Bergen liegt der Kleine Markgrafenstein mit einem Volumen von rund 180 m³. Daneben liegen die Reste eines noch größeren Findlings, dem Großen Markgrafenstein. Dieser ehemals  rund 300 m³ große Findling wurde „geopfert“, um daraus die riesige Granitschale im Lustgarten vor dem Alten Museum in Berlin zu fertigen. Wer dem Eiszeitweg von Trebus bis in die Rauener Berge folgt, erfährt vieles Wissenswertes über die Eiszeit.

 

Im Naturpark Märkische Schweiz können Sie der Oberbarnimer Feldsteinroute folgen. Mit Fahrrad oder zu Fuß berührt die Route Dörfer, welche ausnahmslos in der Grundmoräne liegen und Bauwerke in Feldsteinarchitektur präsentieren. Dies stellt ein einzigartiges Angebot für die Region dar. Über Informationstafeln können Sie sich auf der Tour über den Baustil ausreichend informieren.

 

Das Geoland Oder-Spree beheimatet einen der größten Kalksteinbrüche Deutschlands. Seit dem Mittelalter wird in Rüdersdorf Kalkstein abgebaut. Der Kalksteintagebau Rüdersdorf dehnt sich über vier Quadratkilometer aus und ist etwa hundert Meter tief. Damit ist dieser Kalksteinbruch der tiefste Tagebauaufschluss Brandenburgs. Von hier aus werden die Kalksteine in eines der modernsten Zementwerke (Cemex Ost Zement GmbH)  am Rande des Tagebaus zur weiteren Verarbeitung transportiert. Wer den Museumspark Rüdersdorf besucht, kann einen beeindruckenden Blick in den Tagebau werfen, am Tagebaurand nach Fossilien suchen und mehr über die Entstehung der Kalksteine und ihre Verwendung erfahren.

 

Das Geoland Oder-Spree liegt zwischen zwei Geoparks. Im Norden schließt sich direkt der Geopark Eiszeitland am Oderrand an. Hier ist der Landschaftsraum geprägt durch die jüngste Vereisungen der Weichselkaltzeit vor rund 15.000 Jahren. Zum Geopark im Nordosten zählen die Naturräume des Uckermärkischen Hügellandes, im Süden die Schorfheide und die Britzer Platte sowie ein Teil des Eberswalder Urstromtals und des Barnims. Mit einer Gesamtstrecke von 340 km verläuft die Ferien- und Erlebnisroute Märkische Eiszeitstraße durch den Geopark. Im Süden liegt der Geopark Muskauer Faltenbogen. Er liegt im Lausitzer Länderdreieck Brandenburg und Sachsen sowie der Woiwodschaft Lebus (Polen). Charakteristisch bzw. Namensgebend für den Geopark ist der landschaftlich sehr deutlich ausgebildete Stauchendmoränenzug, der während der Elster-Vereisung entstand.