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Binnendüne Storkow jetzt besser sichtbar

10.07.2014

(MOZ) Mit einem irrlandiatypischen Flair wurde dieser Tage ein Eingangsportal am Fuße der Binnendüne Storkow geschaffen, das sich sehen lassen kann. Der Blick zur Binnendüne wurde freigeschlagen und ergibt jetzt durch das Portal eine schöne Aufwertung des Umfeldes.

 

Die Idee dazu hatte der Storkower Sigurd Gutjahr, der sich persönlich dafür einsetzt, dass sich seine Stadt, die ja anerkannter Erholungsort werden will, auch entsprechend präsentiert. Beim Projektleiter des Mitmachparkes Irrlandia, Matthias Beier, fand Sigurd Gutjahr, der auch Mitglied im Storkower Mittelstandsverein ist, sofort offene Ohren. Irrlandia-Mitarbeiter zimmerten aus Robinienholz das rustikale Portal mit der Aufschrift "Binnendüne" und lasierten es anschließend farbig. Nun ist der Weg zu dieser ganz besonderen Sehenswürdigkeit nicht mehr zu verfehlen. "Ich bedanke mich beim Irrlandia für die unkomplizierte und großzügige Unterstützung", sagt Sigurd Gutjahr.

 

Die Storkower Binnendüne ist von der Reichenwalder Straße aus zu erreichen. Sie ist mit 36 Metern eine der größten in Brandenburg. Von oben hat man eine toller Aussicht bis hinunter auf den Storkower See. 2011 wurde hier ein Naturlehrpfad "Binnendüne Waltersberge" mit Informationstafeln eingeweiht, der zu Ehren eines Storkower Natur- und Heimatfreundes als "Martin-Graef-Weg" benannt wurde.

 

Die Storkower Binnendüne entstand vor ca. 8000 bis 10 000 Jahren, als die Gletscher der Eiszeit sich langsam zurückzogen. Am Gletscherrand blieben große vegetationsfreie Landschaften zurück. Durch starke Winde türmte sich der Sand zu Dünen. Einst wurde hier an einem sonnigen Hang sogar Wein angebaut. Davon zeugt heute noch die Gaststätte "Alter Weinberg" am Fuß der Düne.

 

Bis Anfang des Jahres 2010 war weniger als ein Viertel der Düne noch offene Sandfläche. Der überwiegende Teil des Areals war mit Kiefern bepflanzt worden oder hatte sich selbst bewaldet. Durch Pflegeeinsätze wurden Sandbereiche und Solitärkiefern freigestellt, dem völligen Zuwachsen konnte entgegengewirkt werden. In dieser Woche haben - unterstützt von der Naturwacht - Abiturienten aus Königs Wusterhausen in einem Arbeitseinsatz frischen Aufwuchs entfernt.

 

Quelle: Märkische Oderzeitung