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Neues Angebot im Geoland: Dachsberghütte

20.05.2014

Bollersdorf (MOZ) Um die Einweihung zu erleben, mussten die Beteiligten passenderweise Autos stehen lassen und die Wanderschuhe schnüren. Zum neuen Schutzpilz samt Geo-Informationssystem auf dem Dachsberg führt keine Straße. Dieses ziert in neuer Schönheit das bekannte Ausflugsziel in der Märkischen Schweiz.

 
Nun ist er komplett. Der Aussichtspunkt auf dem Dachsberg, einer der höchsten Erhebungen in der Märkischen Schweiz nach dem 126 Meter hohen Krugberg, weist nicht nur eine neue Schutzhütte auf. Unter dem hölzernen Wetterschutz in Pilzform können sich Touristen nunmehr auch umfassend informieren.

Für die am Projekt beteiligten Akteure war die Fertigstellung am Dienstag Anlass, den 95,8 Meter hohen Berg mit herrlicher Aussicht zu erwandern und unter neuem Dach auf dieses attraktive und möglichst lange unbeschädigte Wanderziel anzustoßen.

 

Auf ganz verschiedenen Pfaden näherten sich die Akteure dem Ort des Geschehens. Sie liefen am Giebelpfuhl entlang, wo mit dem Giebel heute noch die Urform des Goldfischs vorkommt. Andere benutzten den Poetensteig und machten noch einen Abstecher zum Teufelsstein. Sie stiegen durch die wildromantische Wolfsschlucht hinauf oder ließen sich auf einem der bequemeren Wege einfach Zeit, um zu der schönen Aussicht zu gelangen.

 

So unterschiedlich die Aufstiegsmöglichkeiten, so verschieden waren im Vorfeld auch die Quellen, die für ein Gelingen dieses letztlich Gemeinschaftsprojektes "Erneuerung der Dachsberghütte zum Infopunkt für den Geo-Tourismus" vereinigt wurden. Die Gemeinde Oberbarnim, zu deren Territorium der Ortsteil Bollersdorf und die Gemarkung Pritzhagen mit dem Dachsberg gehören, hätte das allein nicht stemmen können.

Der Projektvorschlag des Vereins Naturschutzpark Märkische Schweiz vom Herbst 2012 kam da gerade recht. Nicht allein die pilzförmige Schutzhütte sollte in möglichst dauerhafter Form wiedererstehen. Der viel besuchte Aussichtspunkt sollte mit einem Informationssystem zum Geotourismus kombiniert und so noch weiter aufgewertet werden.

 

Über den Naturparkverein, Fördermittel-Antragstellung und mit Unterstützung von Amtsverwaltung sowie Kultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz konnte so die Realisierung in Angriff genommen werden. Von mehreren tausend Euro Gesamtkosten stammen nunmehr fast zwei Drittel aus der europäischen ILE/Leader-Förderung und der Naturschutzpark-Verein ist mit Eigenmitteln beteiligt.

 

Entstanden ist dabei eine sehenswert-gefällige Holzpfostenkonstruktion in Pilzform mit einer den Fuß umlaufenden Sitzbank und ergänzend vervollständigten fünf Sitzbänken rund um die Hütte. Errichtet wurde das Objekt von der Werkstatt des Waldsieversdorfers Bernd Zwerschke.

"Wir wollten, dass das Geld dafür in der Region bleibt", betont die Chefin des Naturparkvereins Charlotte Bergmann. Dass der Erbauer mit dem Herzen dabei war, davon zeugt nicht nur ein angedeutetes Herz im Pilzstiel. Auf dem Dachfirst hat sogar ein Dachs Platz genommen und ein Vogelhaus wartet auf Besiedlung.

 

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Quelle: Märkische Oderzeitung